Führung durch die Kartause Buxheim

Do., 16.07.2026,

Bei herrlichem Sommerwetter haben sich am Donnerstag, den 16.Juli 2026 um 13.00 Uhr 20 Personen auf dem Hofgartenparkplatz in Wolfegg getroffen, um gemeinsam zu wandern und die Kartause in Buxheim zu besuchen. In Fahrgemeinschaften sind wir nach Arlach gefahren und haben von dort die ersten 3 km von unserer insgesamt 6 km langen Wanderung entlang der Iller zurückgelegt. An der Iller finden z. Zt. Bauarbeiten statt. Für das Aktionsprogramms „Agile Iller“, das für die Verbesserung der Gewässer- und Uferstruktur dient, haben wir uns natürlich interessiert. Es ist ein länderübergreifendes Projekt und wird mit Bundesmitteln i. H. von 6.280.000 Euro gefördert. Entlang des Illerradwegs sind wir dann zum beschaulichen Buxheim gekommen und haben an der Buxach, einem Nebenflüsslein der Iller, an einem Schattenplätzchen Halt gemacht. Von da aus konnten wir auf der Anhöhe die Westfassade der kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul wunderbar betrachten. Dominikus Zimmermann hat die Kirche in den Jahren von 1726 bis 1729 erbaut. Die Handschrift von Dominikus Zimmermann spiegelte sich in dem auffällig gestalteten Gesims, den  hohen Rundbogenfenstern und den dreigeteilten Ohrenfenstern, ebenso im aufgesetzten Volutengiebel, wieder. Entlang des Kirchweges konnten wir sehr schön gestaltete Gärten betrachten. Der kurze Anstieg bis zum Vorplatz der Kirche und dem unweit davon gelegenen Vorplatz der früheren Reichskartause war somit mühelos. Wir haben einen Blick die Pfarrkirche geworfen und uns mit dem kurzen Gebet: “ Herr öffne unsere Augen für das Wunderbare“ verabschiedet. Auf dem Vorplatz der Kartause ist ein  „Eine Weltladen“ angesiedelt, dort konnten wir uns mit Kaffee und sonstigen Leckereien stärken.

Unsere gute Laune und unsere Dankbarkeit für den schönen Tag konnten wir mit einem Geburtstagständchen für die Dame im Weltladen zum Ausdruck bringen.

Pünktlich um 15.00 Uhr begann die Führung in der früheren Reichskartause Maria Saal. Wir waren alle sehr beeindruckt von den Kunstschätzen aber auch von den Ordensregeln der Kartäuser. Ordensgründer im 11. Jhd. war Bruno von Köln, der später in Chartreuse nahe Grenoble das Mutterkloster La Chartreuse, die Große Kartause, gründete. Die Buxheimer Klosteranlage ist gut erhalten. Die Kartäuser waren von 1402 bis zur Säkularisation 1803 in Buxheim. Durch viele Spenden ging es dem Kloster wirtschaftlich gut. Wir durften bei der Führung durch den Kreuzgang schreiten, der durch die Klosterkirche geht und diese in Priester- und Bruderchor teilt. Berühmt ist das hochbarocke Chorgestühl, geschaffen von dem Tiroler Holzschnitzer Ignaz Waibl und Mitarbeitern, geschaffen von 1687 bis 1691. Es wurde nach der Säkularisation nach England versteigert, konnte jedoch wieder zurück erworben werden. Wir bewunderten auch die Annakapelle und wir konnten eine von drei erhaltenen Klosterzellen der Mönche besichtigen.
Zt. sind sonn- und feiertags um 14 Uhr öffentliche Führungen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das einzige Kartäuserkloster in Deutschland ist die Kartause Marienau nahe Seibranz.
Danach machten wir uns auf den Weg zum Buxheimer Weiher. Der direkt am Wasser gelegene Biergarten lud uns zum Vespern und zum regen Austausch ein.
Unsere Wanderzeit betrug insgesamt 2,5 Std. Gegen 18.15 haben wir unsere Autos in Arlach erreicht. Alle Wanderer sind wohlbehalten gegen 19.00 Uhr wieder in Wolfegg angekommen.

Herzlichen Dank fürs Mitwandern.

Eure Wanderführerinnen Hilde Kling und Elfriede Luibrand

 

 

 

 

Uhrzeit:
13:00 - 19:00


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